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Schoenes und Schreckliches.

Also,
wir haben seit 36 Stunden Powercut. Wenn ich heute abend nach Hause komme, werden es 48 Stunden sein. Warum so lange? Man weiss es nicht.
Irgendwelche Reparaturen, wer weiss das schon.... Jedenfalls kein regulaerer Powercut, der geht ja nur zwoelf Stunden.
Habe letzte Nacht jedenfalls die Haustuer und meine Zimmertuer offen gelassen, um wenigstens ein bisschen Luftzirkulation zu haben. War mir auch wurst, ob mir jemand beim Schlafen zuguckt (meine Zimmertuer ist direkt gegenueber von der Haustuer). Puh, hier wird es gerade wieder so heiss!!! Drei Minuten draussen (auch morgens ab acht schon!) - durchgeschwitzt. Und irgendwann werden meine Fuesse platzen, damit rechne ich immer noch!!!! Naja, jedenfalls muss ich zugeben, dass diese Stromausfaelle ziemlich muerbe machen. Wenn man abends von der Arbeit kommt, muede und kaputt ist und es einigermassen nett haben will, und dann kommt man in eine dunkle, stickige Bude, dann ist das ganz schoen aetzend.
Ich habe es nicht leicht.

Und jetzt noch was Schoenes:
Anbei ein Link zu meinem Lieblings-Highlife-Song. Ist ein Klassiker von 1976 und aus Nigeria, aber ich verbinde ihn trotzdem mit lauen Ghana-Naechten.
Hoffentlich klappt das mit dem Link:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4137879.stm

Viel Spass beim Hoeren und ganz viele Gruesse!
Steffi
1.2.07 15:22


Freitag.

So,
heute sieht doch alles schon viel besser aus und ich strotze vor Optimismus. Strom haben wir zwar immer noch keinen, aber ich habe bei einer Freundin uebernachtet. Mit Generator. Und Klimaanlage.
Ich bin wieder mit der Welt im reinen (haette ich das jetzt gross schreiben muessen?!?).
Herausforderungen heute: huebsch was wegarbeiten und heute abend nett feiern gehen.
Samstag: es ist mal wieder so weit - ich muss zum Friseur...Naja, und abends dann wieder Party, nech.
Uff, muss mal wieder aus diesem Moloch von Accra raus, ich glaube, ich fahre naechstes WE an den Strand.
Ach Gottchen, bin ganz dolle muede, muss mir jetzt erst mal einen Kaffee genehmigen.

Hmmm, habe mir gerade diesen Abschnitt durchgelesen und festgestellt, dass der Informationsgehalt sich in Grenzen haelt. Aber es ist ja auch noch frueh am Morgen. Etwas spaeter werde ich dann mit der eingehenden Analyse der Misere des ghanaischen Staatswesens glaenzen (oder auch nicht)!

Ihr Lieben, fuehlt Euch gedrueckt und geknutscht!
Steffi
2.2.07 08:58


Hmpf.

Also,
jetzt muss mal Schluss sein mit diesen verbummelten Wochenenden.
Das naechste Wochenende werde ich verreisen. Ich weiss noch nicht, mit wem und wohin, aber ich muss mal raus. Diese Stadt macht irgendwie bekloppt. Und dieses andauernde Feiern reicht mir jetzt auch erst mal. (Ich werde schliesslich auch nciht juenger.)
Ich habe gestern den gesamten Tag auf dem Sofa verbracht. Ausnahmslos. Ich bin nur aufgestanden, als Kathrin und ich Pizza geholt haben. Das kann so echt nicht weitergehen. Und dann diese fuerchterlichen Sonntagnachmittagreflexionen. Da kann man ja depressiv werden! Auf manche Fragen findet man einfach keine Antworten. Jedenfalls nicht, wenn man schokikeksfutternd auf dem Sofa hockt.
Ach je, Weltschmerz und 34 Grad im Schatten passen irgendwie nicht zusammen. Ich haette jetzt gern mal so nen trueben Februartag daheim in Deutschland....
Aber nuetzt ja nix, auch an diesem Montag muss die Welt gerettet werden!

Leicht brummelige, aber nicht wirklcih verstimmte Gruesse von
Steffi
5.2.07 11:06


Fussi (hab leider kein sz)

Gestern hat Ghana gegen Nigeria 4:1 gewonnen!
Das erste Mal seit 15 Jahren!
Gute Stimmung allueberall!

http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/africa/6337991.stm

Schoenen Tach noch!
Steffi

7.2.07 11:35


Server-Probleme.

Ihr Lieben,

irgendwie hakelt es grad beim Server meines netten Blogs. Und deshalb kann man ihn manchmal erreichen und manchmal nicht.
Also schoen geduldig sein und oefters probieren.
Aber was das beste ist: so kriegt ihr einen Eindruck, wie das Leben in Ghana ist. Einen grossen Teil meiner Zeit verbringe ich mit - warten.
Weil halt nicht immer alles funktioniert. Jedenfalls selten auf Anhieb. Ich koennte hunderte, ach was sag ich - tausende (!) solcher Geschichtchen erzaehlen!
Manchmal regt man sich auf, manchmal nicht. Aufregen bringt ueberhaupt nix, und deswegen ist ein befreiendes Lachen ueber die Widrigkeiten des Lebens notwendig und angebracht.
Kleines Beispiel: (letzte Woche hatten wir fuer dreieinhalb Tage keinen Strom. Wir haben keinen Generator, man kann sich also vorstellen, dass der Kuehlschrank schon boese anfing zu mueffeln.)
Meine Frage an einen der Typen, die bei uns auf dem Compound arbeiten: "So, when will we have electricity again?"
Seine Antwort: "It will come."
Ja, das war aus seiner Sicht eine befriedigende Antwort.
Auch schoen und immer angemessen:  "Any time from now."
Am Telefon: "I'll get back to you." Das heisst so viel wie: hab grad keinen Bock, mcih damit zu befassen, ruf in zwei Tagen noch mal an. Fruehestens!
Grosse Klassiker: "We're working on it." oder: "It's in progress."

usw. usw.

Deshalb ist Humor oberste Buergerpflicht!
Haende an die Hosennaht!

Schoenen Tach noch,
Steffi

8.2.07 17:56


Ein Dienstag, wie er sein sollte.

Guten Morgen,

da fahr ich extra frueh ins Buero, um richtig was zu schaffen, und dann das: Powercut UND Generator kaputt.
Die UPS fuer den Server hat noch Strom fuer knapp vierzig Minuten, deshalb tippe ich Euch hier einen schnellen Gruss, weil er dann gleich runtergefahren wird. Saemtliche Geraetschaften fiepsen und piepsen, und wir sitzen im Dunkeln.
Die Batterie meines Laptops geht noch 3,5 Stunden, aber ich kann nicht wirklich was machen, wenn ich keinen Serverzugriff habe.
Ich koennte ja mal meinen Schreibtisch aufraeumen. Zeuch sortieren und so. Und das alles ohne Kaffee.
Hier geht grad nichts. Was fuer ein Tag. Und das schon um viertel nach acht! Aber: es kann nur besser werden!
Bin mal gespannt, wann der Typ zum Reparatur kommt...

Lichtblick: heute abend Franzoesisch und dann Pizza essen mit Maria.

Ich hoffe, es geht Euch allen gut!
Viele Gruesse in die Heimat,
Steffi

13.2.07 09:16


Zeit fuer einen Rueckblick.

Guten Morgen,

jetzt ist es also bald soweit: naechsten Freitag fliege ich zurueck nach Deutschland. 
Was bleibt? Ein Schwung von Eindruecken.
Die sechs Monate sind wirklich wie im Flug vergangen. Eine wunderbare Mischung aus Urlaub und Arbeit. Ein halbes Jahr Sommer und abends draussen sitzen und Bier trinken. Moskitos. Dreck. Gestank. Laerm.
Krasseste Gegensaetze zwischen arm und reich. Nescafe. GinTonic. Sonne. Strand. Meer. Trotro fahren. Feilschen. Fried Rice. Inspirierende Menschen. Heimweh. Fernweh. Budgethilfe und Dezentralisiierung. Verzweifeln am kleinen und am grossen. Humor. Malariatest. Durchfall. Powercut. Warten. Schwitzen. Noch mehr Humor.
Und dann die Frage: hab ich mich veraendert?
Ich finde: jein.
Ein abschliessendes Urteil koennt/muesst/duerft/sollt ihr euch selbst bilden. Ich freu mich auf euch alle!

Dicken Kuss aus Accra,
Steffi
20.2.07 09:32


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