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Ein frohes neues Jahr!

Ich wuensche Euch allen ein frohes neues Jahr!
Was ich "zwischen den Jahren" und zu Silvester getrieben habe, werde ich noch in aller Ausfuehrlichkeit erlaeutern, jetzt schon mal zur Info vorab: Ich war in Obuasi und habe eine Goldmine besichtigt, und ich war zu Silvester in Ada Foah am Strand.

Sodele, bis die Tage!
Naechste Woche kommt Hotte!

Steffi

3.1.07 10:11


Der Harmattan ist da.

Der Harmattan ist ein Wind aus der Sahara, der den ganzen Sandstaub aus der Sahara bringt und immer im Januar kommt. Und jetzt ist er da. Seit ein paar Tagen. Und bleibt bis Mitte Februar.
Die Stadt sieht aus wie eine ostwestfaelische Stadt im neblig-trueben November. Dafuer ist es aber doch ein bisschen waermer.
Obwohl: im Augenblick haben wir fruhemorgens und spaetabends kalte 25 Grad. Ich schlafe in langem Schlafanzug und ohne Ventilator, weil ich sonst bitterlich friere.
Naja, und soensterchen: mir geht es gut, das Jahr 2007 hat angefangen, die Arbeit auch wieder. Naechste Woche geht's wieder los mit Franzoesisch-Unterricht, am Donnerstag kommt Hotte, am Freitag mein Schatz.
Morgen fahre ich nach Togo, nach Lome (ich find hier auf der doofen englischen Tastatur leider den Accent net). Mit den Daenen. Party party.
Aber das darf auch mal wieder sein, weil ich Silvester um elf Uhr ins Bett gegangen bin und so den Jahreswechsel einfach verpennt habe.
Und noch eine tolle Neuigkeit: nachdem ich hier mein "Ich bin Partyraucher und schnorre mich so durch"-Getue auf taeglich eine Schachtel hochgeschraubt habe (eine Schachtel Zigaretten kostet unschlagbare 60 Cent!!!!), bin ich seit dem ersten Januar rauchfrei.
Und ich esse. Schoki, Kekse. Alles. Der Keksvorrat in unserem Buero ist vernichtet. Meinem netten Kollegen ein Stockwerk hoeher habe ich die Schoki weggefresen. Aber dafuer habe ich keinen Zigarettenschmacht.
Aber bald eine dicke Plautze und ein kugelrundes Hinterteil.

So, ich werde mich dann wieder mal an die Arbeit machen.

Gruesse
Steffi

4.1.07 14:46


Togo

Guten Morgen,
mein WE in Lome war wirklich super!
Als wir Freitag abend angekommen sind, haben wir erstmal gegrillt und sind dann noch ein bisschen feiern gegangen. Am Samstag waren wir auf dem Fetischmarkt und haben Krokodilskoepfe, Affenkoepfe, tote Voegel, tote Fledermauese und aehnliche Unappetitlichekeiten bestaunt. Waehrend ich mir die Nase zugehalten habe, habe ich mich gefragt, wie das ganze Zeug (auch Nashornhoerner) sich wohl mit dem Artneschutzabkommen vertraegt... Es gibt hier sehr viele Dinge, die man einfach nicht wissen will.
Danach waren wir auf dem Grand Marche, der ist ungefaehr wie der Makola Market in Accra, ein Riesengewusel in kleinen vollgestopften Gaesschen. Das Ausprobieren meiner Franzoesichkenntnisse hielt sich leider etwas in Grenzen, wenn man vom Abwimmeln aufdringlicher Haendler und dem Fragen nach dem Preis mal absieht. Ja, man kann einen Nachmittag mit "Non, merci" eigentlich ganz gut rumkriegen.
Dann waren wir alle so erschoepft, dass wir erst mal eine Kleinigkeit essen mussten. Und wo geht man da in Lome hin? Ins Al Donald. Kein Witz. Die haben das McDonalds-Logo einfach mal kopiert, das M aber geteilt und jeweils einen Bogen auf der linken und rechten Seite ihres Logos stehen. Zum Totlachen. War aber ganz OK, recht sauber und recht appetitlich. (Foto vom Logo folgt).

Mist, grad kommt der Wolfgang ums Eck, und ich sitze an seinem Rechner! Muss mal Platz machen...
Naeheres spaeter!
Gruesse,
Steffi

8.1.07 09:59


Togo II

Naja, am fruehen Abend haben wir uns dann nach Hause begeben, um einfach nichts zu tun. Wir haben huebsch DVD geguckt und Playstation gespielt. Wie zuhause in Deutschland (oder eben Daenemark). Das war nett, mal wieder Komfort zu haben. Und ja, es macht gluecklich, einfach in einem klimatisierten Wohnzimmer auf einem geschmackvollen Sofa zu sitzen und auf einer Riesenglotze einen Hollywoodstreifen anzugucken und dabei europaeische Markenlebensmittel in sich reinzustopfen.
Am Abend, so um halb elf (nach einem gepflegten Nickerchen), waren wir in einem libanesischen Restaurant, und ich habe alle Bestellungen aufgegeben und meine Mitstreiter mit meinen fulminanten Franzoesischkenntnissen beeindruckt.
Danach sind wir in eine supergemuetliche Jazzbar gefahren und haben der richtig guten Band gelauscht. Ina und ich waren sehr angetan, die Jungs eher gelangweilt.
Danach sind wir weiter ins Privilege, um dort im VIP-Bereich Champagner zu schluerfen. Netter Club mit Dutzenden von Spiegeln und puffigen Leopardenmustersitzecken. Und ich mittendrin.
Und waehrend ich das schreibe, denke ich grad schon wieder: hach, wie furchtbar dekadent das alles, und in Afrika hungern die Kinder. Das heisst aber nicht, dass man, nur weil man sich gerade auf dem selben Kontinent befindet, dann keinen Spass mehr haben darf. Finde ich.
Und ich hatte an diesem Abend sehr viel Spass. Viel getanzt, getrunken, Plaeuschchen gehalten und sehr viel gelacht. Irgendwann sind wir ruebergegangen in die normale Disco und haben weitergefeiert, bis die Lichter angingen. Draussen war es dann schon hell, als wir wieder zuhause waren.
Und der Sonntag war so ein richtig schoener Gammelsonntag, mit auf dem Sofa luemmeln und Eis essen und nix tun.
Irgendwann mussten wir dann aber doch den Heimweg antreten, mussten an der Grenze wieder die umstaendlichen Formulare ausfuellen, warten und uns dann noch ein Sammeltaxi nach Accra organisieren. Die Schweinebacken von Taxifahrern haben es natuerlich voll ausgenutzt, dass es schon so spaet war. Die Strasse nach Accra wird erst in den letzten zwei Dritteln vernuenftig befahrbar (dem deutschen Steuerzahler sei Dank!), und vorher ist die Strasse eine schlaglochuebersaete Buckelpiste. Toll, weil sie eigentlcih ein Teil der wichtigsten Verbindungsstrasse Westafrikas ist (von Nigeria bis nach Cote d'Ivoire). Naja, wie auch immer, solche Strassen sollte man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr bereisen.
Hat dank der Zahlung eines unverschaemten Preises dann aber auch noch hingehauen.
Und heute bin ich muede, sehr muede. Aber es hat sich sehr gelohnt, eine schoene Stadt, ganz anders als Accra. Trotzdem kann man schon festhalten, dass Ghana gegen Togo das reinste Paradies ist. Togo ist viel aermer, und das sieht man auch. Ich kann das gar nicht an konkreten Dingen festmachen, es war eher so ein diffuser Gesamteindruck.
Wie auch immer, das war bestimmt nicht mein letzter Ausflug nach Togo.

Bis denn dann,
Steffi
8.1.07 17:09


Wigs - Peruecken

Es gibt hier ein Thema, mit dem ich mich noch ueberhaupt nicht befasst habe: wigs.
Alle Frauen tragen welche! Bis auf die mit den ganz kurzen Haaren. Oder die mit den braids, diesen geflochtenen Zoepfchen (aber da ist auch Kunsthaar mit drin).
Sonst haben alle Frauen eine Peruecke, kurzgeschorene Haare und eine Peruecke. Unfassbar, dass mir das vorher nie aufgefallen ist! Das Haar von Afrikanerinnen (die Maenner zaehlen hier jetzt mal net, die haben eh immer kurze Haare) ist ja doch recht kraus und bricht ab einer gewissen Laenge sehr schnell. Und deshlab scheren die Damen sich die Haare kurz und lassen sich eine Peruecke auf den Kopf kleben. Jawohl, die werden da irgendwie festgeklebt.
Endlich erklaert es sich mir auch, wieso man so viele Frauen mit Haarnetzen duch die Strassen laufen sieht, also, auch junge Frauen, meine ich.
Alles Peruecken!
Unfassbar. Wie konnte ich viereinhalb Monate durch Ghana laufen, ohne dies zu bemerken?
17.1.07 18:59


Ach so, ja, Horst war hier!

Das habe ich ja ganz vergessen zu berichten: der Horst war hier. Ich habe ihn aber nicht gesehen, dazu war ich leider nicht wichtig genug. Joerg, der Praktikant von der Deutschen Botschaft, hatte Glueck: der durfte mitmischen. Hach, wie gemein....
Aber ich war letzten Donnerstag und Freitag sowieso krank, von daher war das auch nicht weiter schlimm. Waere halt mal eine nette Gelegenheit gewesen. Nun ja.
Am Wochenende war ich mal wieder im Arts Centre (weil Ina und Klaus nach Mitbringseln fuer die Lieben daheim schauen wollten), aber dort ist es einfach viel zu stressig. Wieso verstehen die Leute nicht, dass man wohl mehr kauft, wenn man nciht andauernd am Aermel gezogen wird und auf die aufdringlichste Art angequatscht wird? Danach waren wir noch auf dem Makola Market, um diverses Zeug zu kaufen, Oellampen, Flaschenoeffner (ist mittlerweile natuerlich schon kaputt - Billigstramsch aus China) und sowas, weil die Daenen am Samstag ihre Abschiedsparty auf dem Dach gegeben haben.
Ina und ich haben noch Lebensmittel fuers Buffet gekauft, und dann haben wir auch schon drauflosgekocht. Dann schnell geduscht, ein bissi dekoriert und das Buffet arrangiert, und dann Party.
Ich glaube, ich kann ueberhaupt keine Malaria mehr bekommen, weil ich immer ganz brav Gin Tonic trinke, und das Chinin im Tonic macht, dass alles gut wird.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Katers, von Cola und fettigen Pommes.
Abends haben Ina, Klaus und ich noch den Film "The constant gardener" (nach einem Buch von John le Carreeeeeeee - hab doch keine Akzente auf meiner Tastatur!) geschaut. Kurz zur Info fuer diejenigen, die ihn nciht kennen: Ehefrau eines British High Commission Mitarbeiters in Kenia deckt dort einen Pharmaskandal auf (Menschenversuche), hohe Tiere der British High Commission verdienen aber Geld damit und lassen sie daher umbringen. Der Ehemann versucht, Erklaerungen fuer ihren Tod zu finden und stoesst schliesslich ebenfalls auf diesen Skandal und wird schliesslich auch umgebracht.
Ganz schoen deprimierend, auch wenn wir uns einig waren, dass wir die "goodies" sind und das weder in der daenischen noch in der deutschen EZ passieren wuerde. Na denn, dann.
Ach mei, bin ganz muede, seit dem letzten WE habe ich mein Schlafdefizit bisher noch nicht wieder aufholen koennen, und die naechsten Tage werden auch wieder anstrengend:
heute Franzoesisch, dann feiern gehen mit Wolfgang. Morgen abend letzter Abend mit Ina, d.h. mindestens bis fuenf im Tantra zappeln, Samstag noch ein Geschenk fuer Ina besorgen. Samstag abend fliegt sie dann ab.
Schnueffz, echt. Ich will keine Leute mehr zum Flughafen bringen muessen (grad gestern wieder, und Montag dann erneut).
Naja, und dann muss ich jetzt mal langsam mein naechstes WE verplanen. Ich will naemlich verreisen, ich weiss nur noch nciht, wohin! Aber uebers WE aus der grossen Stadt rauszukommen, ist wirklcihe Lebensqualitaet. Schaun mer mal, ich werde schon ein huebsches Reiseziel finden.
Sodele, back to work!
Bussis aus Accra,
Steffi
18.1.07 12:55


Kleiner Zwischendurchbericht.

Guten Tag!
Dank des Harmattan ist es hier grade so richtig schoen staubig, die Luft ist trocken, und alle sind erkaeltet. Ich auch, deshalb war mein WE sehr unspannend.
Dank des Harmattans kann man jeden Tag sein Zimmer putzen (theoretisch jedenfalls), und ueberhaupt sieht man abends, wenn man sich in der Stadt rumgetrieben hat, irgendwie graubraun aus. Dafuer kann man die Sonne gut sehen (sie sieht aus wie der Mond, fruehmorgens), ohne sich die Augen zu verderben. Prima.
Da ich leicht erkaeltet bin, werde ich heute abend nur kurz zum Flughafen fahren, um Claus zu verabschieden (einer "meiner" Daenen), und dann geht's ab ins Bett.
Nachts ist es immer noch immer fuerchterlich kalt, aber tagsueber wird es jetzt wieder waermer. Also ist nix mehr mit tagsueber Jeans tragen.
Wie unschwer zu erkennen ist, erlebe ich grad wirklich nix, so dass ich gezwungen bin, ueber das Wetter zu parlieren.
Bevor ich Euch alle langweile, hoere ich an dieser Stelle also lieber auf.
Freu mich auf Deutschland (Richtiges Brot! Immer fliessendes Wasser! Waschmaschinen! Keine Cockroaches in der Kueche! usw.)
Bis die Tage,
Steffi
22.1.07 17:50


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